Gynäkomastie

Für Männer stellt eine vergrößerte, weiblich anmutende Brust meist eine große psychische Belastung dar. Die Angst, sich Spott und Sticheleien aussetzen zu müssen, kann das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Wenn der Leidensdruck hoch ist, werden häufig Situationen vermieden, bei denen sich die vergrößerte Männerbrust nicht verstecken lässt. Der Besuch von Fitnessstudios, Saunen, Gruppenduschen, das Tragen von engen T-Shirts oder auch intime Situationen können zur Belastung werden.

Für Männer, die unter einer stark ausgeprägten, nahezu weiblichen Brust (Gynäkomastie) leiden, kann eine operative Verkleinerung der Brust eine deutliche Verbesserung des Erscheinungsbildes und Selbstwertgefühls bringen. Unabhängig davon, ob es sich um eine „echte“ Gynäkomastie (verstärktes Wachstum des Brustdrüsengewebes) oder „unechte“ Gynäkomastie (vermehrte Fetteinlagerungen im Brustbereich) handelt, ist eine Brustverkleinerung oftmals der geeignete Weg zu einer harmonischen Körpersilhouette und einem besseren Körpergefühl.

Bei relativ kleinen Gewebeüberschüssen und guten Hautverhältnissen kann eine alleinige Fettabsaugung ausreichen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Fettabsaugung bewirkt eine gleichmäßige Schrumpfung des Hautüberschusses zur Erzielung einer glatten Oberflächenkontur. Bei einer echten Gynäkomastie mit relativ festem Brustdrüsenkörper wird über einen kleinen Schnitt am Unterrand der Brustwarze das überschüssige Gewebe entfernt. Bei sehr großen Brüsten kann eine zusätzliche Hautstraffung notwendig sein.

Übersicht

  1. Vor Ihrer Operation
  2. Operationsmethoden
  3. Resultate
  4. Nachbehandlung
  5. Häufig gestellte Fragen zur Gynäkomastie:
    a) Was kann eine Gynäkomastie auslösen?
    b) Kann eine Behandlung der Brust mit anderen Eingriffen kombiniert werden?

1) Vor Ihrer Operation

Dr. med. Thorsten Sattler führt mit Ihnen vor jedem operativen Eingriff ein ausführliches Beratungsgespräch und untersucht Sie persönlich. Da jeder Mensch einzigartig bezüglich seiner Anatomie und seinen Wünschen ist, wird für Sie ein individueller Behandlungsplan erstellt, der auf den neuesten Methoden und Erkenntnissen der Plastischen Chirurgie basiert. Fotografien werden angefertigt und anhand von Zeichnungen und Fotos der Eingriff im Detail erklärt. Auch Limitationen, mögliche Risiken und alternative Behandlungsmethoden wird Dr. Sattler mit Ihnen diskutieren und einen persönlichen Nachbehandlungsplan mit Ihnen erstellen. Vor der Operation kann es sinnvoll sein, einen Ultraschall der Brüste anfertigen zu lassen, in Spezialfällen auch eine Mammographie oder ein MRT. Eine endokrinologische Abklärung ist immer dann sinnvoll, wenn es Auffälligkeiten bezüglich der Körperbehaarung, der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale und des Hormonstatus gibt. Die (illegale) Einnahme von anabolen Steroiden im Sport oder der Konsum von Cannabis sollte vor einer Operation gestoppt werden, da dies auslösende Faktoren für eine Gynäkomastie sein können. Dr. Sattler verfügt als einer von nur wenigen Plastischen Chirurgen in Norddeutschland über die Zusatzqualifikation „Brustheilkunde (Senologie)“ und ist Mitglied der „Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS)“.

Hauptziel ist es, eine flache Männerbrust mit nur wenigen Narben zu schaffen, so dass auch enge Shirts wieder getragen werden können. Um das bestmögliche ästhetische Ergebnis zu erzielen, kann der Eingriff mit anderen Operationen kombiniert werden, wie z.B. einer Fettabsaugung an den Seiten des Brustkorbs, wo sich oft kleine Wülste von überschüssigem Fett verstecken. Eine zusätzliche Fettabsaugung an Bauch und Taille sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.

2) Operationsmethoden

Nur sichere und moderne Operationsmethoden kommen zum Einsatz. Eine Behandlung der Gynäkomastie wird meist in Vollnarkose durchgeführt, eine Übernachtung in der Klinik ist oft nicht notwendig.

Viele verschiedene Techniken sind bekannt und haben sich bewährt. Die für Sie beste und sicherste Operationsmethode wird gewählt, abhängig von Ihrer Anatomie und Ihren Zielen und Wünschen.

Bei kleinen Befunden, lediglich moderaten Fettdepots oder kleinem weichen Brustdrüsenkörper bei ansonsten guten Bindegewebs- und Hautverhältnissen reicht meist eine alleinige Fettabsaugung aus. In diesem Falle werden meist vier ganz kleine Schnitte gelegt, um den Befund ebenmäßig absaugen zu können. Die Narben sind später praktisch unsichtbar.

Bei größeren Befunden mit festen Brustdrüsenkörpern werden die Schnitte um den unteren Pol der Brustwarzenvorhöfe gelegt, um überschüssiges Gewebe optimal entfernen zu können. Zusätzlich wird oft noch Fett abgesaugt, um die Übergänge von der Brust zu den angrenzenden Regionen harmonisch zu gestalten.

In sehr ausgeprägten Fällen, z.B. nach massiver Gewichtsabnahme, wird das überschüssige Gewebe entfernt und manchmal ist es dann erforderlich, weitere Schnitte zu legen, um auch die Haut straffen zu können. Grundsätzlich wird Dr. Sattler versuchen, die Narben klein zu halten und so unauffällig wie möglich zu platzieren, damit das ästhetische Ergebnis so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.

Oben beschriebene Eingriffe können mit einer Fettabsaugung an Taille, Bauch und seitlichem Brustkorb kombiniert werden, um die Konturen noch weiter zu optimieren. Im Anschluss an die Operation, egal welche der oben beschriebenen Methoden verwendet wird, muss für einige Wochen Kompressionswäsche getragen werden, damit sich das Gewebe straff anlegen kann und eine harmonische Körperkontur entsteht.

3) Resultate

An dieser Stelle dürfen wir aus rechtlichen Gründen keine Vorher-/Nachher Bilder zeigen. Dies ist im Rahmen einer persönlichen Beratung durch Herrn Dr. Sattler jedoch möglich.

4) Nach Ihrer Operation

Die Operation kann meist ambulant durchgeführt werden. Spezielle Kompressionswäsche sollte für mehrere Wochen getragen werden, um die Wundheilung zu unterstützen, aber auch, damit sich die Haut bestmöglich zurückziehen kann und eine ebenmäßige Körpersilhouette entsteht. Durch die Kompression wird auch der Lymphfluss unterstützt, Wundwasser besser abtransportiert und so die Schwellung minimiert.

Nach dem Eingriff sollten körperliche Anstrengungen und Sport für einige Wochen vermieden werden. Es können ästhetisch sehr ansprechende Ergebnisse erzielt werden. Um die Wundheilung zu unterstützen und die erzielten Ergebnisse bestmöglich zu erhalten, sollte zumindest während der Wundheilungsphase auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung geachtet und auf Alkohol und Nikotin möglichst ganz verzichtet werden. Auf den Konsum von Cannabis oder die Einnahme von Steroiden sollte grundsätzlich verzichtet werden, da diese Substanzen eine (erneute) Gynäkomastie verursachen können.

5) Häufig gestellte Fragen zur Gynäkomastie

a) Was kann eine Gynäkomastie auslösen?

Eine Gynäkomastie kann Veranlagung sein. Eine „unechte“ Gynäkomastie, also Fettdepots im Brustbereich, entstehen u.a. im Rahmen einer Adipositas. Neben der entsprechenden Operation ist dann auch eine Gewichtskontrolle ratsam. Dr. Sattler ist nicht nur Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, sondern auch Ernährungsmediziner und kann Sie daher auch diesbezüglich beraten. Cannabis und anabole Steroide, die im Sport manchmal (illegal) Anwendung finden, können eine „echte“ Gynäkomastie auslösen, ebenso exzessiver Alkoholgenuss. Dysbalancen zwischen Östrogen und Testosteron sind oft Ursache einer „echten“ Gynäkomastie. Insbesondere bei weiblicher Körperbehaarung und auffälligen primären oder sekundären Geschlechtsmerkmalen, sollte vor einem Eingriff eine endokrinologsiche Abklärung erfolgen. Ist nur eine Brust vergrößert, schmerzhaft oder hart, empfiehlt sich eine bildgebende Diagnostik, z.B. ein Ultraschall, eine Mammographie oder in Spezialfällen auch ein MRT, um bösartige Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

b) Kann eine Behandlung der Brust mit anderen Eingriffen kombiniert werden?

Die Behandlung der Gynäkomastie kann sehr gut mit einer Fettabsaugung an Taille, Bauch und seitlichem Brustkorb kombiniert werden, um die männlichen Konturen noch weiter zu optimieren.